"Solarcamp macht Schule" an der Barbarossaschule Sinzig

Erfolgsprojekt geht in die zweite Runde

Nach der Premiere von „Solarcamp macht Schule“ an den Schulen des Calvarienbergs in Bad Neuenahr-Ahrweiler im vergangenen Jahr, ist die Aktion in diesem Jahr in der Barbarossaschule in Sinzig durchgeführt worden.

An zwei Projekttagen bauten 18 Schülerinnen und Schüler auf dem Schulhof mehrere Übungsdächer, die mit Solar-Modulen belegt wurden. Am ersten Projekttag stand das Kennenlernen des Zimmereihandwerks und das Bauen der Dachstruktur im Vordergrund. Dabei wurden die Schülerinnen und Schüler durch Material und die fachkundige Anleitung der Firma Hanisch Holzbau aus Bad Neuenahr-Ahrweiler unterstützt. Erstmals beteiligte sich auch Adams Holzbau aus Niederzissen am Projekt und unterstützte durch den präzisen Zuschnitt der Holzteile auf der CNC-Maschine. Der zweite Projekttag begann mit einem theoretischen Teil zum Thema Erneuerbare Energien. Danach wurden die Übungsdächer mit Dachpfannen gedeckt und die Solarmodule wurden installiert. Dabei wurden die Schülerinnen und Schüler durch die Firma Energiegewinn Geschier aus Bad Neuenahr-Ahrweiler unterstützt und angeleitet. So wurde aus Unterricht praktisch erlebbares Wissen zum Anfassen. Die Jugendlichen konnten sehen und ausprobieren, wie aus Holz, Technik und Sonnenenergie etwas entsteht, was für die Energieversorgung gebraucht wird.

Für Sebastian Spilles, Lehrer und Projektleiter an der Barbarossaschule, bietet das Projekt eine gute Chance zur Berufsorientierung. Wichtig ist ihm, den Schülerinnen und Schülern das Handwerk als Berufsfeld nahezubringen. Zimmermeister Volker Hanisch bestätigt „Für uns als Zimmerer Innungsbetrieb ist das Projekt eine einmalige Chance, der kommenden Generation den Beruf des Zimmerers überhaupt einmal vorzustellen und so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“ Das Projekt bot viel Gelegenheit, ganz praktisch zu erfahren, was ein Zimmerer macht. Mit Akkuschrauber, Stemmeisen und Handsägen durften die Schüler selbst Hand anlegen und so typische Arbeitsschritte kennenlernen. Dabei war die Begeisterung so groß, dass einige Schülerinnen sogar in der Pause weiter werkelten. Nadin aus der 9a berichtet: „Ausprobieren ist der beste Weg herauszufinden, was wir nach der Schule machen wollen. Und noch dazu macht das Projekt Spaß!“.

Initiator des Projektes ist Solarcamp for Future, dessen Mitglieder auch die Unterrichtsinhalte für die theoretischen Begleit-Stunden und die Baupläne für die Dächer erstellt haben. Der Impuls für „Solarcamp macht Schule“ im Kreis Ahrweiler kam aus dem Runden Tisch Erneuerbare Energien (RT-EE). Gemeinsam mit Solarcamp for Future und regionalen Partnern wurde das Projekt weiterentwickelt und praktisch umgesetzt.

„Wir sind begeistert, dass „Solarcamp macht Schule“ nun schon zum zweiten Mal im Kreis Ahrweiler durchgeführt wird und ein drittes bereits in Planung ist.“, so Katharina Blau von Solarcamp for Future. „Wir möchten schon in der Mittelstufe die Begeisterung für nachhaltige Berufe wecken. Der Runde Tisch Erneuerbare Energien ist dabei ein wichtiger Partner: Er gibt Impulse, gestaltet die Projekte mit und trägt die Erfahrungen als Plattform auch in andere Regionen..“

Landrätin Cornelia Weigand freut sich, dass in beiden Schulen die Begeisterung der Schüler für das Projekt so groß war. „Das zeigt uns, dass praktische Einblicke in das Berufsleben für unsere Schüler einen hohen Stellenwert haben.“ Gleichzeitig betont sie, wie wichtig regionale Partnerschaften für eine nachhaltige Entwicklung sind. Damit Projekte wie das „Solarcamp macht Schule“ gelingen, braucht es eine gute Abstimmung. Das Klimaschutzteam der Kreisverwaltung koordiniert das Projekt, stimmt die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Handwerksbetrieben und weiteren beteiligten Akteuren ab und steht als Ansprechpartner zur Verfügung.

Severin Geschier von Energiegewinn Geschier arbeitet gern mit interessierten Schülern zusammen: „Die Energiewende braucht nicht nur die richtige Technik, sondern vor allem Menschen, die sie umsetzen. Deshalb ist es uns wichtig, schon junge Menschen für Photovoltaik und erneuerbare Energien zu begeistern. Bei diesem Projekt können die Schülerinnen und Schüler selbst erleben, wie Solartechnik funktioniert und welchen Beitrag sie für unsere Zukunft leisten kann.“

„Solarcamp macht Schule“ ist eine Weiterentwicklung der bundesweit durchgeführten Solarcamps, die von Solarcamp for Future für junge Menschen ab 16 Jahren veranstaltet werden. 

Unterstützt wird das Projekt finanziell durch die Stiftung „Zukunft Kreis Ahrweiler“ der Kreissparkasse.

Solarcamp macht Schule 2025

Modellprojekt startet an zwei Schulen im Kreis

Wie lässt sich Klimaschutz einfach in den Alltag integrieren und wie kann Solarstrom einfach selbst produziert werden? Um das Thema praktisch umzusetzen und regenerative Energien anschaulich im Jugendalter zu vermitteln, startete am 1. April 2025 „Solarcamp macht Schule“ am Gymnasium und der Realschule Calvarienberg. Im Rahmen einer Projektwoche bauen Schülerinnen und Schüler eigenständig eine Solaranlage und lernen dabei, verschiedene Methoden aus dem Handwerk, dem Holzbau und der Solartechnik zu kombinieren. Zu Beginn des Modellprojekts, das zum ersten Mal an Schulen durchgeführt wird, trafen sich die Beteiligten, um den Standort für die geplante Anlage zu begutachten.

Die Solarstation auf dem gemeinsamen Schulhof soll mit einem Batteriespeicher ausgestattet werden und bietet als Insellösung die Möglichkeit, Elektroräder und weitere Geräte, wie zum Beispiel Smartphones, aufzuladen und dabei sicher aufzubewahren. Unterstützung erhält die Projektgruppe von regionalen Unternehmen, die ihnen bei der Umsetzung helfen: Hanisch Holzbau, Metallbau Juchem, MikaBau und EnergieGewinn GmbH. Die beiden Lehrkräfte Jonas Winnen vom Gymnasium und Jean Jacques Jassoy von der Realschule Calvarierenberg übernehmen den wissenschaftlich-theoretischen Teil. Hierfür stellt das IQIB – Institut für qualifizierende Innovationsforschung und beratung GmbH einen Modell-Kubus zur Verfügung, an dem die Lerninhalte zu den Themen Energie, Strom und Netzmanagement vermittelt werden. Zusätzlich bietet die Neue Energie Nordeifel GmbH den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die von der Firma installierte Photovoltaikanlage auf dem Dach des Schulgebäudes zu besichtigen.

„Besonders dankbar sind wir den beiden Schulleitungen, Dr. Annette Gies und Christian Zimbelmann, die uns durch ihre Aufgeschlossenheit den Weg eben, dieses deutschlandweit erste Modellprojekt in unserem Kreis zielstrebig umzusetzen“, sagte Wilhelm Schulz, Klimaschutzmanager bei der Kreisverwaltung Ahrweiler. „Wir freuen uns, ‚Solarcamp macht Schule‘ durchführen und damit gleichzeitig den Jugendlichen Klimaschutz und die Offenheit für neue Berufe näher bringen zu können“, so Schulz weiter.

Die Kreisverwaltung leitet das Projekt federführend. Es ist Bestandteil des Klimaschutzkonzepts des Landkreises Ahrweiler und wird im Rahmen der Maßnahme „Werbung für nachhaltige Berufe“ gefördert. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern neben praktischer Erfahrung auch Einblicke in die verschiedenen Berufsbilder zu geben, die aktiv einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Die Stiftung “Zukunft Kreis Ahrweiler” der Kreissparkasse unterstützt das Solarcamp mit 5.000€.

Wer organisiert das Projekt?

Die Kreisverwaltung Ahrweiler leitet das Modellprojekt federführend. Unterstützt wird das Projekt von regionalen Firmen wie Hanisch Holzbau, Metallbau Juchem, MikaBau und EnergieGewinn GmbH sowie von Vertretern von Solarcamp for Future. Die Schulleitungen Dr. Annette Gies und Christian Zimbelmann der Schulen am Calvarienberg machen die Umsetzung möglich.

Was ist das Ziel des Projekts?

Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern klimafreundliche Technologien wie Photovoltaik praktisch begreifbar zu machen und nachhaltige Berufsperspektiven im Handwerk und im Bereich erneuerbarer Energien aufzuzeigen. 

Wieso ist das Projekt besonders?

Die Initiative für die konkrete Ausgestaltung kam aus der Bürgerschaft. Über den Runden Tisch Erneuerbare Energien entstand der Kontakt zur Initiative Solarcamp 4 Future. Zusammen mit ihnen hat die Kreisverwaltung Ahrweiler die Projektwoche „Solarcamp macht Schule“ erarbeitet. Die Projektwoche hat es in dieser Form noch nicht gegeben. Es ist also ein Modellprojekt, um junge Menschen an nachhaltige Berufe in Handwerk, Technik und Wissenschaft heranzuführen.

Wer unterstützt das Projekt?

Neben den Schulen am Calvarienberg, der Kreisverwaltung Ahrweiler und der Initiative „Solarcamp 4 Future“, sind das Ahrweiler Institut für qualifizierende Innovationsforschung und -beratung (IQIB), der Runde Tische Erneuerbare Energien, der Verein Zukunftsregion Ahr e.V., die Unternehmen Hanisch Holzbau, Energiegewinner GmbH, die Neue Energie Nordeifel GmbH an dem Projekt beteiligt. Die Stiftung „Zukunft Kreis Ahrweiler“ der Kreissparkasse unterstützt das Solarcamp mit 5.000€.

Wie läuft das Projekt ab?

Schülerinnen und Schüler bauen unter fachlicher Anleitung ein Solarcarport zum Unterstellen und Laden von Elektrofahrrädern als Inselstation im Schulhof. Hierbei werden Fähigkeiten aus Planung, Holzbau und elektrotechnischer Installation vermittelt. Wissenschaftlich-theoretisch tätig sind die Lehrkräfte Jonas Winnen und Jean Jacques Jassoy, begleitet durch einen Modell-Kubus des IQIB-Instituts, der Strom- und Netzmanagement erklärt. Auch engagierte Vertreter von Solarcamp 4 Future sowie der Neue Energie Nordeifel GmbH, die die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schule am Calvarienberg gebaut hat, werden ebenfalls mit Vorträgen zum Projekt beitragen.

Wo findet das Projekt statt?

Am Gymnasium und der Realschule Calvarienberg im Kreis Ahrweiler. Die Anlage entsteht auf dem gemeinsamen Schulhof.

Welche Kompetenzen erwerben die Teilnehmenden?

  • Praktische Fertigkeiten: Holz-, Metall- und Elektroinstallation
  • Technisches Verständnis: PV-Systeme, Anschluss, Inselbetrieb
  • Theoretischer Wissenserwerb via IQIB-Kubus: Stromkreise, Netzmanagement
  • Projekt- und Teamarbeit

Wer profitiert vom Projekt?

  • Schülerinnen und Schüler bekommen einen Einblick in zukunftsfähige Berufsfelder
  • Schulen als innovative Projektstandorte
  • Die Kreis Ahrweiler platziert seinen Nachwuchs in nachhaltigen Branchen
  • Lokale Unternehmen können sich als potenzielle Ausbildungsbetriebe präsentieren

Kontakt:
Margret Zavelberg
Telefon 02641/975-576
Zimmer 8 W23
klimaschutz@kreis-ahrweiler.de
Sachgebietsleitung Klimaschutz